Auf der Autobahn A1 zwischen den Verzweigungen Luterbach und Härkingen gehören Staus und stockender Verkehr zum Alltag. Der Bund plant deshalb, diesen Autobahnabschnitt auf sechs Spuren auszubauen. Gebaut wird ab Mai 2025 – bereits laufen Vorbereitungsarbeiten.
Die Autobahn A1 wird auf 22 Kilometern zwischen Luterbach und Härkingen auf sechs Spuren ausgebaut. Betroffen davon ist auch der Abschnitt Wangen a.A. – Niederbipp, der das Oberaargauische Bipperamt quert. Neben je einer zusätzlichen Fahrspur pro Richtung werden Brücken und andere Bauten saniert oder neu gebaut. Zudem entstehen zwei neue Wildtierquerungen. Flüsterbelag und ausgedehntere Lärmschutzwände sorgen für einen verbesserten Lärmschutz. Mit bis zu 90’000 Fahrzeugen täglich ist die A1 entlang des Jurasüdfusses eine der meistbefahrenen Strassen der Schweiz – und ein Verkehrsflaschenhals.
Der Ausbau, der rund 1.06 Milliarden Franken kostet, wird in drei Etappen ausgeführt: 1) Luterbach bis Wangen a.A. (bis 2027), 2) bis Oensingen (bis 2028) und 3) bis Härkingen (bis 2032). Vor dem Baustart im Mai 2025 werden bereits Installationsplätze und Baupisten erstellt. Bei den Baupisten gehe es gemäss dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) darum, die umliegenden Kantons- und Gemeindestrassen möglichst wenig zu befahren und direkte Zufahrten zur Baustelle von der Autobahn her zu vermeiden.
Nicht verwechseln: Der Ausbau der A1 zwischen Luterbach und Härkingen ist bereits bewilligt und rechtskräftig. Bei der Abstimmung im vergangenen November entschied sich das Schweizer Stimmvolk gegen den Ausbau von sechs anderen Autobahnabschnitten.
Das ASTRA verspricht, während der Bauzeit Massnahmen zu ergreifen, um den Ausweichverkehr in den Gemeinden entlang der Autobahn, auch im Oberaargau, einzudämmen. Tempo 80, tagsüber offene Fahrspuren sowie Fahrspuren, die breit genug fürs Überholen von Lastwagen sind, sollen für flüssigen Verkehr im Baustellenbereich sorgen. Stockt es trotzdem, wird der Verkehr dosiert und Infotafeln zeigen den Zeitverlust an. In Wiedlisbach, Oberbipp und Wangen a.A. werden in den nächsten Jahren ergänzend klassische Verzweigungen durch Kreisel ersetzt.