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Mit dem Wohnmobil in die Dordogne in Frankreich

Camper schreiben für Camper! Ein Reisebericht über eine Reise ins Périgords

Camper schreiben für Camper!

Autor: Markus J.J. Jenni, TCS Camping Mitglied und seit mehr als 30 Jahren begeisterter Wohnmobilfahrer. Früher oft auch geschäftlich mit dem Wohnmobil unterwegs. Jetzt, als Rentner und mit Ehefrau, mit einem MALIBU 640 LE. Ausserdem Autor des Buches Ich wünsche Dir einen guten Tag und "Der letzte Dollar - Zukunfts-Konferenz".

Mit dem Wohnmobil in die Dordogne in Frankreich

Warum machen wir eine Reise ins Périgords im Südwesten von Frankreich? Warum ist gerade das Tal der Dordogne unser Ziel? 

Vielleicht kennst Du ja den Schriftsteller Martin Walker? Ein schottischer Autor, der seit mehr als 20 Jahren in der Dordogne lebt, sich in die wunderschöne Gegend verliebt hat und spannende Romane, wie z. B. „Schatten an der Wand“ schreibt. Unsere Reiseroute folgt u. a. den Geschichten von Martin Walker in seinem Buch: „Schatten an der Wand“ (Diogenes) und seinem kleinen Reiseführer.

Die Reiseroute ins Périgords in der Dordogne

Uttwil – Baume-les-Dames – Beaune – Santenay – Moulins – Meymac – Brive-la-Gaillarde – Beaulieu-sur-Dordogne – Sarlat-la-Canéda – Beynac-et-Cazenac – Le Bugue – La Roque-Gageac – Montignac – Le Buisson-de-Cadouin – Brantôme – Saint-Léon-sur-Vézère

  • Reisezeitpunkt: Herbst
  • Die ideale Reisezeit für die Dordogne ist: Herbst
  • Dauer der Reise: ca. 3 Wochen (inkl. Hin- und Rückfahrt)
  • Anzahl gefahrene km: ca. 2'400 km (Hin und Rückreise, inkl. Fahrten in der Umgebung)

Tag 1: Uttwil am Bodensee – Baume-les-Dames

 Vom Bodensee (Uttwil) fahren wir bei strahlendem Sonnenschein direkt nach Baume-Les-Dames (Franche-Compté). Hier gibt es einen sehr schönen Stellplatz für WOMOs mit V / E, sowie Strom, Toiletten und Dusche, direkt am Kanal Le Doubs.

Tag 2: Baume-les-Dames - Beaune

Von Beaume-les-Dames fahren wir über Dole (toller Bio-Laden, an der Umfahrungsstrasse) nach Beaune, im Burgund.

In Beaune findet jeden Samstag ein sehr schöner Markt statt, auf dem Bauern vom Land Ihre (Bio-)Produkte (Käse, Brot, Obst, Gemüse, Fleisch, usw.) verkaufen. Wenn immer wir ins Burgund fahren gehört ein Besuch auf dem Markt in Beaune dazu. Auf dem speziell für WOMOs ausgewiesenen, kostenfreien Stellplatz mit V/ E und z. T. auch Strom, lässt es sich gut eine Nacht verbringen. Von da sind es dann nur noch ca. 5 Minuten bis ins Zentrum dieser unter Weinliebhabern weltbekannten Stadt. 

Tag 3: Beaune - Santenay

Wir bleiben im Burgund und fahren von Beaune ein paar Kilometer weiter südlich bis nach Santenay.

Auch hier gibt es weltbekannte Burgunder-Weine und ein GaultMillau – Restaurant, welches von einem Ehepaar aus dem Wallis geführt wird. Bestes Essen zu günstigen Preisen und edle Tropfen aus der direkten Umgebung. Wir übernachten auf dem örtlichen Campingplatz – auch im WOMO gibt es Gutes.

Tag 4: Santenay - Moulins

Bis hierhin kannten wir die Gegend schon recht gut, weil wir schon oft mit unserem WOMO im Burgund „herumgecruised“ sind. Deshalb sind wir gespannt auf das, was vor uns liegt und uns erwartet. 

Heute fahren wir von Santenay auf gut zu befahrenden Landstrassen nach Moulins – Stadt der Bourbonen mit gleich zwei Kathedralen und einem super schönen und ruhigem Stellplatz für WOMOs, direkt am Fluss.

Tag 5: Moulins - Meymac

Unsere Weiterfahrt führt uns durch wunderschöne Wälder nach Ussel (GPLTankstelle). Das Limousin ist bekannt durch seine einzigartige Kuh-Rasse „Limousin“. Diese Kühe müssen Hörner tragen und auf der Weide in der Herde leben, sonst werden sie nicht als echte „Limousin“ Rinder anerkannt. 

Etwas ausserhalb der Stadt gibt es einen WOMO-Stellplatz, direkt an einem schönen See. Der war allerdings besetzt. Deshalb fuhren wir weiter durch einen romantischen Wald bis nach Meymac. Auch da gibt es nämlich einen sehr schönen WOMO-Stellplatz mit V/E (Kein Strom). Die Lage ist perfekt: Direkt an einem schönen See und einem Fitness-Parcours. Hier machen wir einen Spaziergang am Seeufer und übernachten, neben ca. 20 weiteren WOMOs – meistens Franzosen -, mit gutem Gefühl.

Tag 6: Meymac – Brive la Caillard

Heute fahren wir nach Brive la Caillard. Hier gibt es gleich zwei GPL-Tankstellen. Wir füllen unsere GPL-Tankflasche auf. Nachts kann es hier um diese Jahreszeit bereits recht kalt werden, weshalb genügend Gasvorrat zum Heizen unseres „Rolling-Home“ durchaus beruhigend ist.

Tag 7: Brive la Caillard – Beaulieu-sur-Dordogne

Collonges la Rouge
Collonges la Rouge

Weiter geht es heute nach Beaulieu sur Dordogne

Auf dem Weg dorthin fahren wir bei Collonges la Rouge vorbei. Einem bezaubernden kleinen Ort, der vollständig in rotem Sandstein gebaut ist. Reizend! Es lohnt sich hier einen Halt einzulegen und das Mini-Städtchen mit seinen engen Gässchen zu besuchen. 

Stellplatz in Beaulieu sur Dordogne
Stellplatz in Beaulieu sur Dordogne

Nur wenige Meter ausserhalb wurde ein toller WOMO Stellplatz angelegt. Allerdings ohne V / E / Strom. 

Aber um 1 x zu Übernachten geradezu perfekt, nach einem Besuch dieses Bijous und einem guten Mittagessen im einzigen GaultMillau Restaurant, mit einem guten Wein.

Tag 8: Beaulieu su Dordogne – Sarlat-la-Canéda

Nächste Stationen werden für uns Rocamadur, Martel, Sauillac (Stellplatz) und Sarlat la Canéda sein.

Hier quartieren wir uns für zwei Tage auf dem schönen Campingplatz – mit tollem Schwimmbad und ruhig gelegen – ein. Es sind nur ca. 15 min. zu Fuss bis zum Städtchen mit einer schönen, kleinen Markthalle. Am Samstag ist jeweils ein grosser Markt auf den Strassen.

Tag 9: Sarlat la Canéda

Wir verbringen den Tag in Sarlat la Canéda, am Pool und bereiten uns mit Büchern und Karten auf die nächsten Reise-Etappen vor.

Tag 10: Sarlat la Canéda - Beynac-et-Cazenac

Heute fahren wir nach Beynac-et-Cazenac. Da gibt es einen „wunderschönen“ Campingplatz wieder direkt am Fluss Dordogne. Hier bleiben wir eine Nacht und machen eine Flussfahrt mit dem Schiff und danach noch einen Spaziergang hoch hinauf auf die alte Burg. Oben geniessen wir einen fantastischen Rundblick über das Tal der Dordogne.

Tag 11: Beynac-et-Cazenac – La Bugue

Über Saint-Cyprien fahren wir heute nach Le Bugue. Da ist jeweils am Samstag ein Mini-Markt. Le Bugue bietet den WOMO-Fahrern auch einen sehr schönen Stellplatz mit V / E (ohne Strom) an.

Tag 12: La Buge – La Roque-Gageac

Von Le Buge geht es weiter über Le Buisson und Beynac nach La Roque-Gageac. Super schöner WOMO-Stellplatz, direkt an der Dordogne. In diesem kleinen, aber unglaublich schönen Ort, gingen wir im GaultMillau Restaurant „La belle Etoile“ essen. Ein Genuss umrahmt mit dezenter klassischer Musik im Hintergrund. Sehr empfehlenswert!

Tag 13 : La Roque-Gageac - Montignac

Heute fahren wir weiter über Domme und machen einen Halt, um die Stadt anzuschauen und die tolle Aussicht auf das Tal der Dordogne zu geniessen (alter Festungsplatz / Bastide oben auf dem Hügel). Guter Stellplatz für WOMOs. 

Weiter geht es über Sarlat mit einem Abstecher zum sehenswerten Chateau Commarque – eine uralte Festungsanlage / Burg auf einem Felssporn, wunderschön gelegen. Unser Navi führte uns wieder einmal über ein kleines einspuriges Strässchen mit Gefällen / Steigungen von bis zu 6%, inkl. Spitzkehren. Gott sei Dank kam uns auf dieser abenteuerlichen Strasse niemand entgegen.

Von der geschichtsträchtigen Burg geht es dann nach Les Eyziers de Tayac – Grosse Felsüberhänge mit Wohnungen in den steilen Felsen, usw., sehr beeindruckend. Und weiter geht’s nach Montignac (Bio-Laden).

Auf der Anfahrt zum WOMO-Stellplatz in diesem Ort führte uns das Navi durch die wohl engsten Gässchen dieses Ortes, sodass wir in einem Fall sogar rückwärts wieder heraus fahren mussten. Dank dieser „Irrfahrt“ fanden wir dafür zufällig einen ganz neu angelegten zweiten Stellplatz im Ort - beim Mini-Golf-Platz - mit V / E und Strom, 10 A. Absolut ruhige Lage und auch nur etwa 5 Minuten zu Fuss bis zum Städtchen. Rundum von Wald und Grün umgeben haben wir in dieser klaren Nacht unter der Milchstrasse, die sehr gut und hell zu sehen war, übernachtet.

Tag 14: Montignac – Le Buisson-de-Cadouin

Heute besuchen wir die weltbekannten Höhlen von Lascaux, bzw. das Internationale Zentrum „Lascaux 4“, in welchem die Original-Höhlen 1 : 1 nachgebaut worden sind. Die Original-Höhlen sind wegen der Millionen Besucher inzwischen für Besucher geschlossen, weil u. a. durch den CO2-Ausstoss, usw. von so vielen Besuchern die Bilder an den Steinwänden langsam zerstört wurden. Ein grossartiges, einzigartiges Erlebnis. 

Ein Besuch der Höhlen von Lascaux ist wirklich zu empfehlen. WOMO-Stellplatz (speziell ausgewiesen auf einem Parkplatz) wird gerade neu erstellt. Nach einer hochinteressanten Führung auf Französisch fahren wir wieder über Le Buge und machen dort eine Kaffee-Pause im Café Caudet.

Weiter geht es nun nach Le Buisson-de-Cadouin, um dort die Nacht auf einem Campingplatz direkt an der Dordogne zu verbringen.

Tag 15: Le Buisson – Brantôme

Heute fahren wir durch die Stadt Périgueux ca. 80 km Richtung Norden nach Brantôme. Hier hat die Stadt einen schönen, grosszügigen Stellplatz mit V / E für WOMOs erstellt. Wir entscheiden uns spontan, hier zu Übernachten. Brantôme ist ein Besuch wert: Die Höhlen sind auch heute noch als Wohnungen oder Geschäftslokale ausgebaut. Es gibt ein altes Kloster mit spezieller Kirche, die mit einer besonderen Klangfülle überrascht.

Tag 16: Brantôme – Saint-Léon-sur-Vézère

Stellplatz in Saint-Léon-sur-Vézère
Stellplatz in Saint-Léon-sur-Vézère

Von Brantôme aus fahren wir wieder zurück ins Périgord-Noir zu 5* Campingplatz „Le Paradis“ in Saint-Léon-sur-VézèreEin ausserordentlich schön angelegter Campingplatz mit Tennisplatz, Schwimmbäder, Sauna, Hamam, usw. Hier stehen wir wieder direkt am Ufer des gemütlich vorbei fliessenden Flusses Vézère. Und hier ist es so ruhig, dass man sogar die Stille hören kann – ausser im Herbst, während der Brunstzeit, wenn die Hirsche im Wald nachts wenn‘s dunkel ist, röhren. Ein besonderes Erlebnis! 

Nach einem schönen Spaziergang zum Ort Peyzac-le-Moustier, ganz in der Nähe von „Roque Saint-Christoph“, wo man in einer Höhle die Lebens- und Arbeitsweise der Früh-Menschen bestaunen kann. An einer Wegstrecke von ca. 5 km, also total etwa 10 km, entlang der Vezere, fanden wir das kleine aber feine Restaurant „Cuisine Artisanal & Végetarian“ und wir entscheiden uns für eine Pause und für ein feines Mittagessen. Eine sehr empfehlenswerte Adresse.

Tag 17: Die Heimreise: Von Saint-Léon-sur-Vézère über Trémolat und Limeuil zurück in die Schweiz

Jetzt geht die Fahrt weiter – nun aber Schritt für Schritt wieder in Richtung zurück nach Hause, an den schönen Bodensee. Wir machen noch einen Besuch in Trémolat (grosser WOMO-Stellplatz und ein hervorragendes GaultMillau- Restaurant) und fahren über schliesslich nach Limeuil. Auch hier gibt es einen schönen WOMO Stellplatz mit V / E und Strom. 

Wieder Zuhause

Nun sind wir wieder gesund und glücklich, voller tief berührender Eindrücke von dieser unvergesslichen „Reise ins Paradies“ Zuhause in Uttwil angekommen. Wir werden bestimmt noch einmal die Einzigartigkeit dieser geschichtsträchtigen französischen Region als Reiseziel wählen.

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